24h in der grünen Hölle 2015
Das Team
Regulärer Boxenstop nachts
Zieleinfahrt nach 24h

Oliver Frisse beendet erfolgreich die 24 h – Grüne Hölle am Nürburgring

Nürburgring/Rüthen•. Der MSC Bergstadt Rüthen Pilot beendete am vergangenen Wochenende sein erstes 24h Rennen am Nürburgring. Das Wochenende für das Hellboys Racing Team das neben den Stammfahrern der VLN Michael Mönch und Jan von Kiedrowski auf die Unterstützung des Südkoreaners Jang Han Choi vertraute war geprägt von Auf und Abs. Nach dem das Team im ver-gangenen Jahr nach 16 Rennstunden wegen eines Unfalls nach einem Reifenplatzer vorzeitig aus-schied wurde der BMW 325i vor dem Rennen quasi generalüberholt um jegliches technisches Risiko aus zu schließen. Im ersten Qualifing konnte Frisse noch die zweit schnellste Zeit in der Klasse 4 V erzielen. Als er zum Schluss des zweiten Qualifings noch einmal auf eine heiße Runde gehen wollte, verhinderte jedoch ein Reifendefekt eine Zeitverbesserung. Die Konkurrenz konnte sich noch einmal verbessern und somit ging es von Startposition 5 in das Rennen zwei Mal um die Uhr. Das Team hatte beim Vorbeifahren des Autos ein verdächtiges Surren gehört. Somit wurde in der Nacht Donnerstag auf Freitag noch ein neues Getriebe besorgt, welches die Mechaniker am Freitag ver-bauten. „Man muss sich das mal vorstellen, in der Box gibt es keine Hebebühne Werkstatt. Die Jungs liegen unter dem aufgebockten Auto und tauschen das Getriebe innerhalb von drei Stunden, da kann man nur den Hut ziehen.“ erläuterte Frisse. Startfahrer von Kiedrowski konnte sich bereits in den ersten Runden auf die dritte Position vorarbeiten und diese bis zum Ende seines Stints vertei-digen. Als zweites war Frisse an der Reihe. „Wir fahren zwischen 7 und 8 Runden je nach Benzin-verbrauch d.h. ca. 1,5h danach geht es ab an die Box. Riefenwechsel, Scheibe putzen, 60 Liter Sprit rein, ein kurzer check ob alle Flüssigkeitsstände passen und den Fahrer gewechselt nach ca. 2 Minu-ten Standzeit geht das Fahrzeug wider auf die Piste.“ erläutert Frisse. Während seiner ersten 1,5h hinterm Lenkrad konnte Frisse sich auf Position 2 in der Klasse verbessern. Nacheinander spulten alle Fahrer Ihre Runden ab und man lag um 23 Uhr auf einem guten dritten Platz in der Klasse. Dann kam plötzlich Hektik auf in der Box, von Kiedrowski gab über Funk Bescheid, dass es auf Teilen der 25km langen Strecke begonnen hatte zu regnen und er kaum noch etwas sehen könne da die Scheibe Ölverschmiert sei. Er steuerte die Box an und gab die Devise vor, Intermediate Reifen (geschnittene Slicks) drauf zu ziehen, da nur ca. 60% der Strecke nass sei. Somit musste Frisse nun nicht nur bei völliger Dunkelheit sondern auch noch im Regen mit bis zu 245 km/h durch die Eifel „fliegen“. Da die zahlreichen Fans die das ganze Wochenende an der Nordschleife campen in der Nacht nicht frieren wollen, machen sie sich natürlich ein Feuer. Was bei trockenen Verhältnissen kein Problem ist wird im Regen schon kritischer, da die Feuer stark qualmen, ist es an manchen Streckenabschnitten so als ob man in eine Nebelwand hineinfährt. „Diese schwierigen Verhältnisse führen dazu, dass wir auch mit unserem kleinen Auto einige stärkere Konkurrenten á la Porsche und Co überhohlen können,“ erzählt Frisse mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Jedoch genau dies wur-de Ihm zum Verhängnis. Er setzte sich in einer links Kurve innen neben einen rund 120 PS stärkeren Konkurrenten um diesen zu überhohlen. Jedoch muss dieser so mit sich selbst beschäftigt gewesen seien, dass er Frisse übersah. Auch er lenkte ein und traf Frisse am rechten Hinterrad. Dies ist eigentlich nicht möglich ärgerte er sich, wenn er mich am Hinterrad trifft bin ich schon so weit an Ihm vorbei, dass er mich gesehen haben muss. Das Rad stand komplett schief und somit musste ich zur Reparatur an die Box kommen. Die Boxenmannschaft hat einen super Job gemacht, jedoch ha-ben wir mehr als eine Stunde verloren. Eine Podest Platzierung war somit in weite Ferne gerückt, jedoch waren immer noch 16 Stunden zu Fahren. Aufgegeben wird beim 24 h Rennen nicht, das erste Ziel ist es diesen Marathon zu beenden. Nach der Reparatur ging das Team mit 7 Runden Rückstand und als letzter in der Klasse wieder zurück auf die Strecke. Durch konstant schnelle Runden konnte sich das Team noch auf den 6 Platz in der Klasse und den 63 Gesamtrang von mehr als 150 Startern verbessern. „In erster Linie bin ich einfach nur glücklich dieses unbeschreibliche Rennen beendet zu haben, klar hatten wir auf einen Podest Platz spekuliert, jedoch kann sich jeder der zu Ende gefahren hat als kleiner Sieger fühlen.“ freut sich Oliver Frisse. Nun gilt es den Focus auf die restlichen 8 Läufe der VLN Langstreckenmeisterschaft zu setzen um hier noch den einen oder anderen Pokal einzufahren.

RCN 2012

Zeitungsberichte:

6. Lauf

3. Lauf

Oliver Frisse vom MSC Bergstadt Rüthen konzentriert sich auf den Start.
6. Lauf
BerichtPatriot
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3. Lauf
WP3LaufRCN12
WP3LaufRCN12.pdf
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Oliver Frisse unter den ersten fünf

Der dritte Lauf der RCN Rundstrecken-Challenge 2012, der im Rahmen des legendären 24 h Ren-nens auf dem Nürburgring stattfand, bot spannenden Motorsport bei guten äußeren Bedingungen. Mehr als 100000 Zuschauer säumten bei diesem Event bereits die Strecke rund um die Nürburgring Nordschleife. Die Temperaturen waren am Donnerstag Morgen zwar noch kühl , doch die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel. 165 Fahrzeuge gingen an den Start, bei dem Oliver Frisse vom MSC Bergstadt-Rüthen den ersten Stint fuhr. „Es war für mich ein grandioses Erlebnis vor so einer Kulisse in der grünen Hölle unterwegs zu sein“, berichtete Frisse, nachdem er seine sieben Sprint-runden absolviert hatte. Mit einer Rundenzeit von 09.15 Min. war die erste Runde noch etwas ver-halten, aber bereits in der dritten Runde konnte mit 08.49 Min. die 9 Minutenmarke deutlich unter-boten werden. Der Umstieg von Front- auf Hecktrieb ist für Frisse also schneller gelungen, als er gedacht hat, zumal er bislang immer nur auf relativ kurzen Rennstrecken unterwegs war. Nachdem der zweite Fahrer, Jan von Kiedrowski den BMW 325 i übernommen hatte und ebenfalls deutlich unter 9 Min. fuhr, landete das Team in der Schlussabrechnung auf einem hervorragenden vierten Platz in der Klasse V 4. Beide waren sich einig, dass das Hellboys Racing Team rund um Michael Mönch aus Adenau ein Auto zur Verfügung gestellt hat, was ein ausgezeichnetes Handling aufweist und für weitere gute Platzierungen gut ist.
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24.05.2018 P